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35. Schlabbertreffen der Tolkemiter, das 3. Schlabbertreffen in Nettetal-Kaldenkirchen Ermländer-Ehrung für Leo Lindner | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bericht von Helmut Lingner, Autor der Tolkemit-Homepage | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Das traditionelle Schlabbertreffen der Tolkemiter fand mit mehr als 100 Teilnehmern | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| am 9. August 2008 in Nettetal-Kaldenkirchen statt. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Der Höhepunkt dieses Treffens war die Ehrung unseres "Stadtsprechers" Leo Lindner. durch die Verleihung der Andreas-Medaille des | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Domkapitulars Msgr. Dr. Lothar Schlegel Visitator Ermland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Im Auftrag des Domkapitulars und Visitators war Herr Pfarrer Bombeck gekommen, der mit uns zur Eröffnung des Treffens um 10.00 Uhr in der St. Clemens-Kirche in Kaldenkirchen den Gottesdienst feierte. Herr Pfr. Bombeck ist seit 2003 Mitglied des Ermländischen Konsistoriums in Münster, ein Beratungs- und Beispruchorgan des Visitators und ist im April 2008 zum Prodekan berufen worden. Das Konsistorium besteht aus 11 Mitgliedern und wird von einem Dekan geleitet, dessen Stellvertreter Prodekan Bombeck ist. Seine Mutter stammt aus dem zum Ermland gehörenden Plaßwich, sodass er sich den Ermländern sehr verbunden fühlt. In dem von Pfarrer Bombeck zelebrierten Gottesdienst wurden selbstverständlich ermländische Lieder gesungen. In seiner Ansprache stellte er die Vertreibung aus der Heimat in den Mittelpunkt. Der Gottesdienst ging allen sehr zu Herzen; man fühlte sich ein Stück weit wie "zu Hause". | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Das Liedblatt, in dem schöne Bilder als dem alten Tolkemit eingefügt waren, enthielt die folgende eindrucksvolle Beilage mit dem Text: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Für die alte Heimat | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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O Herr, Du hast einst über das Schicksal Deiner Heimatstadt geweint, sieh, auch wir können das Land nicht vergessen, das unsere Heimat ist. Behüte Du es mit Deinem Segen und lass es uns einmal wiedersehen. Sie an die Heiligtümer und Gotteshäuser, in den wir zu Dir gebetet haben, dort wurden wir getauft und empfingen Dich zum ersten Male in der Heiligen Kommunion. dort liegen unsere Vorfahren begraben, dort haben wir gearbeitet und gelitten und Freude gehabt. O Herr, wir wissen, dass wir hier auf Erden keine bleibende Stätte haben und dass unsere wahre Heimat bei Dir im Himmel ist. Aber dennoch sind unsere Herzen von Trauer erfüllt, wenn wir in der Ferne unserer irdischen Heimat gedenken. Erbarme Dich und tröste uns in unserer Trübsal. Amen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Gottesdienst in der St. Clemens-Kirche | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Im Anschluss an den Gottesdienst ging es in die Gaststätte "Zur Mühle". Nachdem die mehr als 100 Teilnehmer eingetroffen waren, begann zunächst der offizielle Teil mit der Ehrung von Leo Lindner. Leider hatte sich kurzfristig ergeben, dass Leo, der sich in den vielen Jahren unermüdlich und intensiv erfolgreich für die Interessen der Tolkemiter eingesetzt hat, aus persönlichen Gründen nicht nach Kaldenkirchen kommen konnte. Zuächst begrüßte ich die Teilnehmer und unseren Gast, Prodekan Bombeck. Ich berichtete auch von einer Ostpreußenreise, die uns mit unseren Kindern und Enkelkindern 14 Tage vorher nach Tolkemit geführt hatte. Dort waren wir zunächst Gast bei Herrn Pfarrer Szczodrowski, dem ich von Leo Lindner 500,-- als Finazierungshilfe für die Restaurierung der Friedhofskappelle überreichen konnte. Der Pfarrer, der für die Kirchenbelange in Tolkemit sehr aktiv ist, berichtete mir auch, dass er beabsicht, auf dem Friehof in Tolkemit eine Gedenkstätte für die früheren Tolkemiter zu errichten. Der Sozialstation in Tolkemt, in der Kinder aus sozial schwachen Familien betreut werden und die ich, nicht zuletzt aus Spenden, seit vielen Jahren fördere, konnte ich den Betrag von 500,-- zur Beschaffung von erforderlichen und nützlichen Gegenständen überreichen. Mit dem Bürgermeister von Tolkemit hatte ich auch eine kurze Begegnung. Im Anschluss an meine Ausführungen übergab ich das Wort an Herrn Prodekan Bombeck. Er begrüßte die Anwesenden und nahm dann die Ehrung von Leo Lindner vor. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Prodekan Bombeck bei seiner Ansprache | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Er dankte Leo Lindner für die über viele Jahre geleistete ehrenamtliche Mitarbeit in der Seelsorge an den Ermländern in der Vertreibung. Pfarrer Bombeck verlas dann die von Herrn Domkapitular Msgr. Dr. Lothar Schlegel, Visitator Ermland, unterzeichnete Urkunde und übergab mir diese mit der Medaille zur Weiterleitung an Leo. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die Medaille | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Text der Urkunde lautet: ANDREAS UNSER PATRON ERBITTE DIR GOTTES LOHN Der Visitator für Klerus und Gläubige der Diözöse Ermland die in der Bundesrepublik Deutschland leben verleiht Herrn Leo Lindner als Zeichen des Dankes für ehrenamtliche Mitarbeit in der Seelsorge an den Ermländern in der Vertreibung die Andreas-Medaille Gestiftet am Tag des Apostels Andreas, dem 30. November 1981 zum Gedächtnis des 20. Jahrestages der Weihe der Andreaskapelle des Ermländhauses in Münster durch KAPITULARVIKAR PAUL HOPPE "Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an der Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes" Rom 15,13 (Ermlandsiegel) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Münster, den 09. August 2008 Unterschrift Domkapitular Msgr. Dr. Lothar Schlegel Vissitator Ermland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Nachdem der offizielle Teil beendet war, konnten sich nun die Teilnehmer an dem reichhaltigen Frühstücksbüffet bedienen und ihren Hunger stillen. Danach war Schlabbern angesagt. Nach dem Wiedersehen vor einem Jahr gab es viel zu erzählen. Es folgte die traditionelle Tombola mit schönen Preisen, die Teilnehmer mitgebracht hatten. Zum Kaffe gab es Kuchen und Torten, die Tolkemiter Frauen gebacken hatten, ein Genuß. Mit dem Singen heimatlicher Lieder klang das Schlabbertreffen aus. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Zum guten Gelingen des Schlabbertreffens haben in bewährter Weise mit vielen Aktivitäten wieder einmal Helma Schmitz und Maria Engels beigetragen. Ihnen und allen Helfern, so auch den Tolkemiter Frauen für die Bereitstellung der Kuchen und Torten herzlichen Dank. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Termin für das nächste Schlabbertreffen wird rechtzeitig bekannt gegeben. Helmut Lingner Redakteur | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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